Live #28: Love A (11.05.2017, Münster)

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Am letzten Donnerstag habe ich – ein weiteres Mal – Love A live gesehen. Das erste Mal war tatsächlich schon 2013. Wann genau ist so viel Zeit vergangen? Warum genau habe ich Love A so aus den Augen verloren?

Erst in der letzten Zeit habe ich ihnen, durch den herannahenden Release des mittlerweile 4. Albums (Nichts ist neu)und das Dasein als Vorband bei Turbostaat, wieder meine Aufmerksamkeit geschenkt. Ich wollte definitiv ein Konzert der Tour sehen und auch das neue Album wurde mir sehr ans Herz gelegt. Zuletzt von Mara, das eine Rezension geschrieben hat, die ihr hier nachlesen könnt.

Dementsprechend war ich am Donnerstag auf dem Weg nach Münster. Ich liebe Münster übrigens sehr. Ungefähr überall ist Parkverbot, weil immerhin fahren ja normalerweise auch immer alle mit dem Rad. Da braucht man eben keine Parkplätze.

Für das Gleis nehme ich aber auch jegliches Parkverbot in Kauf. Einer der Läden, die ich vielen anderen in der näheren Umgebung vorziehe, weil er eben unendlich klein ist. Ok, wenn man nicht gerade 2 m groß ist oder vorne steht, sieht man nicht viel, aber die Stimmung war bei meinen Besuchen jedes Mal top.

So auch am vergangenen Donnerstag. Ich will nicht sagen, dass ich aktiv gepogt habe, aber naja ich wurde dann eben einfach gepogt. Wenn man vorne steht, um etwas zu sehen, bleibt das im Gleis einfach nicht aus, glaube ich. Die Brille und der Beutel waren dann auch schnell weggelegt. Wer braucht schon seine Brille, wenn die Bühne nur 30 cm hoch ist und man fast direkt davorsteht?

Love A haben genau das gemacht, was ich erwartet habe: Sie haben dafür gesorgt, dass ich sie schlagartig gut gefunden habe und eine gute Zeit hatte. Nur weil Konzerte einem eine gute Zeit bereiten sollten, heißt es ja nicht, dass es die Bands auch immer schaffen. Donnerstag war aber eben auch alles gut.

Die Setlist war gespickt von Weltpremieren vom neuen Album. Die neuen Lieder in Kombination mit all den anderen älteren Liedern haben im Endeffekt aber auch ganz einfach eine sehr gute Setlist ergeben.

Besonders angetan hat es mir Windmühlen, den ich bestimmt schon das eine oder andere Mal vorher gehört habe, aber eben nicht wirklich bewusst oder so als ob ich ihn wirklich kennen würde. Ich gebs ja offen zu, dass ich nicht ganz so fit bin hinsichtlich Love A, Liedern und ihren Titeln. Donnerstag habe ich den Text volle Wucht gefühlt und war innerlich mehr „Genau das, verdammt nochmal!“:

„Du hast keine Ahnung, wofür mein Herz schlägt! Du hast keine Ahnung, wer ich bin!“ (Love A – Windmühlen)

Genau diese Zeile würde ich gerne vielen Menschen um die Ohren hauen. Auch Menschen, die ich mag.

Irgendwann vor der Zugabe hat mich jemand gefragt, ob mir das Konzert denn gefallen würde und ich habe nur aus großen Augen aufgesehen und „Ja“ gesagt, denn auch wenn ich vielleicht nicht jedes Lied mitsingen konnte und manchmal auch einfach nur ruhig stehen wollte, habe ich diesen ganzen Abend genossen.

Was ich euch eigentlich mit dieser ganzen Sache erzählen wollte, ist wie ich mal wieder live in endgültig eine Band verliebt habe. Klar, ich kannte Love A auch schon vorher und es war nicht gerade ein Blinddate, aber irgendwie war es nie so, dass ich unterwegs war und dachte „Und jetzt hör ich Love A!“.

Genau das hat sich jetzt aber geändert. Seit Freitag läuft Nichts ist neu bei mir jedes Mal, wenn der Plattenspieler angemacht wird. Ich höre auf jeglichen Wegen über den Ipod Love A. Ich habe mir ein verdammtes Kabel ausgeliehen, weil meins weg ist, nur um das Album schnellst möglich auch unterwegs hören zu können. All das sagt doch wirklich schon alles. Ich habe eine Band mal wieder live lieben gelernt und die Liebe auf alle anderen Momente in denen man Musik hören kann übertragen.

So müssen Konzerte von Bands ablaufen, die noch keinen „richtigen“ Platz im Herzen haben. Auf die man sich zwar irgendwie freut, aber gar nicht so genau weiß warum. Für das nächste Konzert weiß ich es jetzt.

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