Live #25: Schrottgrenze (11.03.2017, Berlin)

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Samstag war ich mal wieder in Berlin unterwegs. Ziemlich spontan sogar, aber aus gutem Grund. Nachdem ich mir Schrottgrenze bereits in der Zeche Carl in Essen angesehen hatte, verliebte ich mich sehr spontan in das aktuelle Album Glitzer auf Beton. Das läuft bei mir momentan dementsprechend auch auf Dauerschleife hoch und runter. Auf dem Plattenteller, bei jeder Autofahrt und es wird dem Patenkind zur Beruhigung vorgesungen.

Was blieb mir eigentlich anderes übrig als nach Berlin zu fahren?

Tja, das letzte bisschen Verstand zum Tickets kaufen zusammen gekratzt in den ICE gestiegen und los gings. Zuerst einmal zu Mara, das mich begleitete, und dann auch schon zum Musik&Frieden. Das Musik&Frieden hatte ich noch vom letzten Berlin-Trip in Erinnerung, aber dadurch, dass es Samstag nicht ausverkauft war, sondern nur sehr angenehm gefüllt, konnte ich mich doch ein bisschen damit anfreunden, weil es eben weniger eng war.

Als Vorband für Schrottgrenze standen an diesem Abend Lulu & die Einhornfarm auf der Bühne. Es war ein Fest! Ehrlich, eine Vorband, die es geschafft hat Stimmung aufzubauen und dann auch noch unfassbar grandiose Ansagen gemacht hat. Hört euch das mal an, Kinders!

Und jetzt kommt der richtig komplizierte Teil: Wie genau fasse ich das, was gerade so gefühlstechnisch in mir abläuft in Worte?

Fangen wir so an: Wenn mich eine Band, die ich erst wenige Wochen kenne dazu bringt, dass ich bis nach Berlin fahre, dann muss es eine sehr gute Band sein. Da gibt es nichts dran zu rütteln.

Auch wenn man erst neu mit Glitzer auf Beton eingestiegen ist und nicht wie mein Vater: „Die gibt es noch?“ fragt, weil man sie noch von früher kennt, fühlt man sich einfach wohl. Wie gesagt, das Musik&Frieden ist eben auch eher klein, aber genau die Atmosphäre hat mir besonders gut gefallen.

Mindestens genauso wichtig ist, aber auch, dass die Setlist eine für mich gute Mischung besitzt. Sehr viele Lieder von der neuen Platte, aber auch eine Auswahl von Perlen der alten Platten. Vor allem eine Auswahl von alten Liedern, die ich man eigentlich prompt gut finden muss. In Essen hatte ich bereits an so ziemlich jeden Lied gefallen gefunden, aber in Berlin hat sich Belladonna, aber auch Lila will Heim und Schwärze direkt in meinem Herzen verwuzelt. Glitzer auf Beton, Sterne, Lashes to Lashes muss ich hier auch noch schnell erwähnen, aber eigentlich passte jedes Lied einfach. Ich bin nur etwas traurig darüber, dass man uns Zeitmaschinen vorenthalten hat.

Am meisten freut es mich aber eigentlich immer, wenn man Musikern ansieht, dass sie auf der Bühne Spaß haben und genau das tun können, was sie eben wollen: Musik machen. Musik die aufwühlt, Musik die eine Message trägt. Und das sie eben genau das sein können, was sie eben sein wollen und dadurch anderen Menschen verdammt viel Mut machen können! Lieb doch einfach wen du willst und sei die Person, die du sein willst.

Für mich sind Schrottgrenze jetzt schon eine meiner Entdeckungen des Jahres und ich freue mich schon sehr auf den Mai, wenn es in Oberhausen weitergeht. Wenn ich endlich wieder strahlend all die Lieder mitsingen kann, die mir jetzt schon einiges bedeuten. Wenn ich endlich wieder dieses wunderbare Augen Make-Up von Alex bewundern kann, wegen dem ich übrigens auch wieder extrem viel Spaß am Schminken gefunden habe.

Am Rande: Es lohnt sich manchmal tatsächlich den Geburtstagsbonus auszuspielen, denn ein „Ich/Sie hab/hat heute Geburtstag“ von Mara und mir im Chor hat mir nach dem Konzert noch eine Setlist gesichert (Danke, Hauke!), welche mit einem Happy Birthday verziert am Plattenspieler hängt und mich für immer an diesen wunderbaren Abend erinnern wird.

Danke für die Musik, Schrottgrenze.

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