Live #22: Montreal (26.11.2016, Moers)

Am Samstag habe ich nicht nur Julie und Kaddy wiedergesehen, sondern auch Montreal. Auf die ich mich schon seit meinem ersten Konzert im Oberhausener Druckluft gefreut habe und in Moers hatte ich endlich die Chance wieder dabei zu sein.

Moers, wo soll ich nur anfangen. Eine Hauptstraße, 200 nebelige Feldwege und ein Jugendzentrum dessen Stempel sich in meine Haut eingebrannt hat. Noch dazu eine vollkommen verstörende Dorfjugend, aber nicht nur das war vollkommen seltsam. Dazu möchte ich aber gar nicht so viel sagen. Ich hab mir die Show im Endeffekt nicht versauen lassen, obwohl ich kurz davor war.

Montreal waren wie schon beim letzten Mal ziemlich viel Liebe. Auch, wenn einiges drunter und drüber gegangen ist. Was nicht an der Band lag, sondern an – sagen wir mal – übermotivierten Fans, die sich so ziemlich bei jeder Ansage lautstark äußern mussten. Geil. Sowas brauche ich tatsächlich. Vor allem in der ersten Reihe und zeitweilig auf der Bühne.

Aber zurück zu den guten Sachen, denn die haben doch im Endeffekt überwogen. Allem voran die Setlist und die ungefähr 15 Zugaben, weil ein Lied mehr geht ja bekanntlich immer noch. Darunter waren einige meiner Lieblingslieder – ich hoffe ich erzähle an dieser Stelle keinen Mist, weil ich noch nicht ganz sicher mit den Titeln umgehe – die ich mittlerweile einfach immer wieder gerne höre: Tag zur Nacht, Neues aus der Hobbythek und Zucker für die Affen. Auch das liebste Cover Katharina Katharine durfte nicht fehlen. Am Ende bliebt natürlich ein penetranter Max Power Ohrwurm hängen, den man nur schwer wieder loswird.

Mit am schönsten wird allerdings immer Was wir haben und einige wunderbare Zeilen aus diesem Lied bleiben:

„Warum sind wir erst früh am Morgen in der Lage
uns mal zu sagen, dass wir froh sind uns zu haben
Auch wenn man sich mit der Erkenntnis etwas schwer tut
Manchmal ist Wasser doch dicker als Blut“

In meinem Kopf wirbeln immer ziemlich viele Leute herum, wenn ich dieses Lied höre und ich muss ihn dringend jemandem zeigen, der eigentlich nichts mit der Musik am Hut hat, aber genauso fühlen wird wie ich.

Zu allerguter letzt gab es auch ein Wiederhören mit Das falsche Pferd und was soll ich mehr sagen, als das ich gar nicht anders kann als zufrieden und glücklich zu Julie und Kaddy rüberzusehen, wenn die folgenden Zeilen gesungen werden. Es ist einfach das was meine Freundschaft zu diesen beiden, aber auch vielen anderen Menschen beschreibt, die ich in den letzten Jahren kennengelernt habe:

„Die kleine Runde bester Freunde
Wie sie selten nur zusammen kommt
Auch wenn man sich nicht allzu oft sieht
Versteht man sich doch blind und prompt
Mit Getränken und Geschichten von damals
Zieh’n sie gemeinsam durch die Dunkelheit.“

Der Abend war im Endeffekt trotz aller Widrigkeiten, komischer Menschen und Ereignisse wunderbar und genau das was ich mal wieder gebraucht habe. Bei Montreal kann man eben einfach nur gute Laune bekommen.

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