Porreeschlotze mit Sahne

Vermutlich sind bis auf wenige Personen – Hi, Nicole und Jenni – alle Menschen verwirrt, die diesen Titel lesen. Man könnte den ganzen Beitrag auch einfach unter den Titel „Mein Festivalssommer“ stellen. Um genau zu sein mein Festivalsommer mit Adam Angst, Track 02 und den besten Mädchen der Welt. Die Mädchen und Adam Angst sind übrigens der gemeinsame Nenner dieses Sommers.

Ich muss etwas ausholen: Dieses Jahr war der erste Sommer in dem ich nicht wild drauf losfahren und alle Festivals sehen konnte, welche sich vielleicht gelohnt hätten. Zum Beispiel alle Fjort Auftritte in der näheren Umgebung, da ich seit einer Weile einen Nebenjob habe, der am Wochenende ist. Natürlich finden Festivals zu 95% am Wochenende statt und dementsprechend klein und fein ist meine Auswahl für diesen Sommer gewesen.

Jetzt sitze ich also ein paar Tage nach dem letzten Open Air für dieses Jahr vor meinem PC und das erste was mir einfällt ist „Porreeschlotze mit Sahne“. Nun gut. Immerhin erinnert mich diese Aussage an einen der schönsten Abende diesen Sommers. Denn bei dem (geglückten) Versuch alle erreichbaren Festivals mit Adam Angst zu besuchen, waren wir auch in Hamburg auf den Feierlichkeiten zum 40-jährigen bestehen des Knust. In Erinnerung geblieben ist, aber nicht nur diese Unterhaltung über Gemüse mit Adam Angst Sänger Felix. Vielmehr habe ich immer noch meinen ersten Kettcar Auftritt im Kopf, wenn ich an diesen Abend zurück denke. Natürlich war mir Kettcar ein Begriff, aber ehrlich gesagt hatte ich bis zu diesem Abend erst sehr wenige Lieder gehört. Umso erstaunter war ich als ich plötzlich in Tränen ausgebrochen bin, weil mich Balu so sehr berührt hat und es immer noch tut. Wenn Bands es schaffen Lieder zu schreiben, die mich beim ersten und jedem weiteren Hören so berühren, dann haben sie es verdient, dass ich sie mittlerweile regelmäßig höre. Hamburg war, wie erwähnt, einer der schönsten Tage dieses Sommers.

Hinzu kommt aber auch das Taubertal, welches nicht nur Fjort und Adam Angst aufwarten konnte, sondern auch die Donots, Turbostaat und K.I.Z. haben sich unfassbar gelohnt. Auf gleichem Stellenwert mit den Konzerten stehen allerdings die Abende und Tage auf dem Campingplatz, welche mich immer noch zum Schmunzeln bringen und auch dafür Sorgen, dass ich einfach gute Laune habe. Track 02 (Eigentlich Limp Bizkits Take a look around), Freddie, eine Ameise mit der Freundschaft geschlossen wurde, aber auch Äppler zum Frühstück, Sonnenbrand auf der Kopfhaut und 5x am Tag „Kochen“, weil es sonst zu langweilig geworden wäre, und all die anderen Geschichten. Diese Tage waren pure Liebe. Vor allem, wenn man sie mit einem Handbrot und guter Musik abschließen konnte. Für einen Musikblog ist hier heue verhältnismäßig viel von Lebensmitteln zu lesen. Upps.

Besonderen Stellenwert hat auch das Stemwede Open Air auf das ich unter anderem von meinem besten Freund begleitet worden bin:

„Wo fahren wir jetzt eigentlich genau hin um Adam Angst zu sehen, Annika?“

„Nach Stemwede.“

„Wo ist das denn?“

„180 km von hier.“

„…“

Vielleicht hat er nicht ganz verstanden warum ich das mache, aber er ist mitgekommen und hatte hoffentlich auch ein bisschen Spaß an dem Abend, denn ich weiß nicht was da alles schief gelaufen ist, aber irgendwie habe ich den Auftritt als ein ziemliches Kuddelmuddel in Erinnerung, aber ein gutes.

Um vielleicht doch noch einmal die Kurve zu bekommen und nicht auszuwschweifen: Dieser Sommer war unfassbar schön, musikalisch und erfüllt von Zuneigung, dass ich mich nur wiederholen würde, wenn ich über jeden Abend solche Worte verliere.

Ich hab neue Bands kennengelernt und alte Bands noch mehr in mein Herz geschlossen. Egal was alle anderen jetzt vielleicht denken, aber die Musik gibt mir so unfassbar viel, dass ich es niemals missen möchte mir Bands live anzusehen. Vor allem nicht Adam Angst, die schon lange eine Herzensangelegenheit geworden sind. Danke für alles.

Vielleicht habe ich auch nicht viele Festivals besucht, aber an die, die ich besucht habe, denke ich mit einem Lächeln zurück und das ist die Hauptsache.

Bis zum nächsten Sommer, liebe Festivals. Ihr werdet mir fehlen.

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