ANGSTSPRT. Das ist doch kein Name für ’ne Tour #2

Nach der ersten Runde ANGSTSPRT Tour folgt jetzt die zweite Runde. Bremen, Münster, Essen. Zumindest zwei der Termine so nah an der eigenen Hood, dass man schön Zuhause im eigenen Bett schlafen konnte. Jetzt ist für meinen Teil die Tour leider auch schon wieder vorbei und ich weiß noch nicht, wie genau ich mich jetzt fühle. Noch überwiegt das Gefühl, dass ich die schönste Woche des Jahres mit wunderbaren Menschen und genauso wunderbaren Bands verbringen durfte.

Bremen, 09.10.15: Wild. Ein Adjektiv, welches den Abend im Tower in Bremen ziemlich gut beschreibt. Nachdem wir noch schnell ein Bier getrunken hatten und eine Weile im Raucherbereich verbracht hatten, schoben wir uns pünktlich zu KMPFSPRT vor die Bühne und die Boxen auf der linken Seite der Bühne wurden gleich zum 1er und 2er des Stage Diving auserkoren. Die Stimmung war spätestens nach dem zweiten Song schon auf einem Höhepunkt und Bremen – vorerst – das heftigste Konzert der Tour. Auch Adam Angst haben wieder für stimmungsvolle Höhepunkte voller Liebe gesorgt. Endlich hat auch mal die Ansage zu Wochenende. Saufen. Geil. funktioniert und gepasst. Vermutlich habe ich aber in 95% der Momente des Konzerts ausgesehen wie ein verschrecktes Reh, aber ich hatte immer Knie, Gitarren oder Füße direkt vor meinen Augen und das ziemlich plötzlich. Vor allem immer wenn ich 2 Sekunden die Augen zum genießen zugemacht habe.

Highlight des Tages: Rhabarberschnaps.

Münster, 10.10.15: Wilder. Auch wenn ich nie damit gerechnet hätte, war Münster noch eine Nummer drüber. Es war eng, warm und laut. So laut, dass die Band ihr eigenes Wort nicht mehr verstanden hat. So eng, dass man auch schon einmal eine Bierdusche bekommen konnte und sich immer mal wieder geschickt auf der Bühne abfangen musste. um nicht kopfüber auf eben dieser zu landen. Die Bühne war auch so eine Sache für sich. Mit Schienbeinhöhe betitelt, war es bei meiner Körpergröße eher Kniehöhe. Mein Knie ist blau. Manche stellen mehr, manche weniger. Bei KMPFSPRT hat man dann wie immer zu bewährter Stelle bei Musikdienstverweigerer auf den Einsatz von Felix gewartet, der aber auf einmal mitten im Publikum stand. Vor allem besitze ich seit dem Abend auch endlich nach über einem Jahr Liveliebe für KMPFSPRT die Platte. Wie immer an dieser Stelle auch zu Adam Angst. Tja, ich würde einfach mal behaupten ein gutes Konzert ist eins bei dem die Band ihr eigenes Wort nicht versteht und man ein „Fickt euch wir spielens‘ trotzdem“ um die Ohren geworfen bekommt. Ich hab nicht damit gerechnet, aber Münster hat Bremen noch einmal vom Thron geworfen.

Highlight des Tages: Ausnahmsweise einmal mega schwer, weil der ganze Abend ein einziges Highlight gewesen ist. Ob crowdsurfende Gitarristen, nette Worte mit einigen Teilen der Bands wechseln, Erstaunen und Unglauben darüber, dass man fast jedes Konzert der Tour gesehen hat oder die bombastische Stimmung. Gestern war ein Highlight ganz für sich.

Essen, 11.10.15: Sowas wie ein Heimspiel, weil Heimat ist ja im Pott überall, wenn man von hier ist. Also fast überall. Essen ist auf jedenfall okay. Mein kleiner Tourabschluss sollte übrigens die größte der bisherigen Hallen umfassen (O-Ton anderer Menschen: „Das ist ja voll die kleine Halle.“ Nicole und ich mehr so: „WTF“), aber auch die Weststadthalle überzeugt mit ihrem Industriecharme wie immer total. Genauso überzeugend, wenn nicht sogar mal wieder ein bisschen wichtiger, war die Musik. Ich hab meinen letzten Abend mit Adam Angst und KMPFSPRT wirklich genossen. Es gab an diesem Abend so viele schöne Momente. Die Tatsache, dass Crowdsurfen und damit verbundenes Stagediving funktioniert hat. Verrückte Leute bei diesen Adam Angst. Aber auch einfach Sachen, wie die liebsten Lieder noch einmal live zu hören, bevor eine eher unfreiwillige Pause entsteht. Noch einmal erstaunt angesehen werden für den Besuch von 5 Konzerten. Ich würde es im übrigen immer wieder genauso machen. Alles in allem einfach eine gute Zeit haben. Nur das mit den Ferien, lieber Herr Schönfuss, stimmt wirklich nicht so ganz, aber bei der ersten Reihe lag die Vermutung nahe.

Highlight des Tages: Die simple, aber wirksame Ansage: „Refugees Welcome – Nazis raus“ vor Musikdienstverweigerer. Viel mehr kann, muss und will ich nicht sagen.

Damit endet also mein Teil der Tour, während es diese Woche ansich noch lustig und vermutlich feuchtfröhlich weitergeht. Für mich bleibt nur noch ein weiteres großes Danke von Herzen an Adam Angst und KMPFSPRT loszuwerden.

Küsse in die Luft und bis bald!

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