Live #15: Casper (22.08.2015, Dortmund)

Nach dem Castival in Berlin Anfang Juni habe ich es mir nicht nehmen lassen auch noch das letzte Castival dieses Sommers zu besuchen, denn auch wenn Casper momentan aus dem aktuellen Hörgeschehen verschwunden ist, bleibt es doch eine Band, die mich jetzt schon eine sehr lange Zeit begleitet und, die ich mir immer wieder ansehen werde.

Gemeinsam mit Casper haben gestern auch die Vorbands AnnenMayKantereit und Bosse auf der Bühne gestanden. Vor allem auf Bosse war ich sehr gespannt, da ich AnnenMayKantereit bereits lieben gelernt habe.

Der Westfalenpark in Dortmund ist eine tolle Location, nicht so toll wie die Wuhlheide, aber auch gut. Weitläufige grüne Wiesen, ein paar Bäume, leichte Hanglage, die den Blick auch von hinten auf die Bühne ermöglicht. Eher weniger spektakulär war der Einlass, der wohl einer Katastrophe geglichen haben muss. Während bei anderen Konzerten die Schlange eine Stunde nach Einlass deutlich kürzer und entspannter geworden ist, war sie gestern doppelt so lang. Prompt habe ich also AnnenMayKantereit von außerhalb gehört, aber der Sound war tatsächlich auch noch ganz okay.

Richtig angesehen haben wir uns also erst Bosse. Ich und Bosse sind auf CD manchmal sehr dicke Freunde. Ich liebe Kraniche an manchen Tagen sehr. Leider musste ich gestern aber feststellen, dass mir Bosse live zu viel ist. Zu viel künstliches in die Länge ziehen von Songs. Dementsprechend hatte die Setlist auch nur gefühlt 5 Stück, aber darunter war „So oder so“ und das entschädigt schon sehr, aber live werden wir wohl leider keine Freunde. Einzig und allein die Gänse, die über uns hinweg gezogen sind, haben einen kleinen Konzertmoment hervorgebracht an den ich mich immer erinnern werde.

Wie so oft bei Casper weiß ich überhaupt nicht wo ich richtig anfangen soll. Die Setlist war beinahe komplett altbekannt. Für mich immer noch eine sehr gute Mischung aus Xoxo und Hinterland. Fehlen durfte natürlich auch nicht „Halbe Mille“, der auf der kleinen beschaulichen Zuschauerbühne von Casper performt wurde. Der Rest dargeboten mit viel Feuerwerkt und Klimbim. Der Sound war perfekt und die Tatsache, dass das Konzert für eine DVD festgehalten wurde, ist ein kleines Schmankerl.

Der für mich schönste, zu Tränen rührendste und tollste Moment war, der in dem Casper „Unzerbrechlich“ angekündigt hat. Ich habe dieses Lied seit beinahe 3 Jahren nicht mehr live hören dürfen und mir standen augenblicklich die Tränen in den Augen. Es klingt doof, aber ich konnte wirklich nicht fassen, dass das gerade passiert. Ich liebe dieses Stück Musik so sehr.

Richtig und wichtig finde ich auch, dass Casper sein eigenes politisches Statment abgegeben hat. Gegen Homophobie, gegen das was momentan in Hinsicht Flüchtlinge falsch läuft.  Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtiger als sonst weiterzugeben wofür man steht. Vor allem wenn man so ein junges Publikum hat, welches vielleicht eher dem großen Idol glaubt als dem was Eltern und Lehrer sagen.

Mit einem letzten „Jambalaya“ – wenn man das einfach so runtertippt, ist man übrigens ganz deep in diesem Casper-Ding drin – für diesen Sommer wurden wir auch schon in die Nacht entlassen. Jetzt ist die Hoffnung, dass es in diesem Winter wie in jedem seit 3 Jahren nach Bielefeld geht.

Mit dem letzten Castival ist auch mein Open Air Sommer für dieses Jahr vorbei. Ich hätte mir keinen besseren vorstellen können. Mit keiner besseren Musik und mit keinen besseren Menschen.

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3 Antworten zu Live #15: Casper (22.08.2015, Dortmund)

  1. Caroline schreibt:

    Hahaha ach was soll der Geiz! Und wenn du noch ein Adam Ansgt Konzert irgendwie abstauben kannst – tu es!! 😀 Du hattest Leipzig erwähnt…wann ist er denn hier?

    Diese Castivals fand ich von der Idee auch gut, leider war ich ein bisschen zu geizig dafür, obwohl bis jetzt alles, was ich davon gehört habe, sehr sehr positiv ist. Casper höre ich nur noch ab und zu, aber xoxo habe ich damals immer total oft im Auto gehört, weswegen ich diese Songs immernoch ein bisschen besser kenne, als Hinterland 😀 Anschauen würde ich mir den Bub trotzdem definitiv noch einmal…aber wann genau, hm mal schauen.

    Liebe Grüße & schönen Sonntag!

    Caroline
    http://carolinevonh.blogspot.de/

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  2. Caroline schreibt:

    Och nöööö 😦 Blöde Uni! Aber ich glaube, wenn ich Prüfung hätte, würde ich auch nicht gehen.
    Hm okay Oktober..ich behalte es mal im Hinterkopf.

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  3. Caroline schreibt:

    Jaa und ich LIEBE Turbostaat, also ist echt ein Jackpot!! 🙂
    Tim Vantol hätte ich sehen können, habe ich aber leider verpasst, weil das Konzert eher losging als beschrieben und er war halt nur support 😦
    Und auf Frank musste ich auch Jahre warten, weil ich ihn immer wieder verpasst habe…aber letztes Jahr war es dann ENDLICH mal soweit! Bei der Tour nächstes Jahr bin ich sicher auch am Start!

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