Live #11: Casper (13.06.2015, Wuhlheide Berlin)

Für diesen Beitrag sind mir unzählige Anfänge durch den Kopf gegangen, aber keiner war gut genug um zu beschreiben was ich am letzten Wochenende empfunden habe. Vielleicht klingt das kitschig, aber mir fehlen manchmal einfach die Worte wenn es um Musik geht.

Am Samstag haben Casper in Berlin gespielt. Für mich war dieses Konzert verbunden mit der weitesten Anreise, die ich jemals für ein Konzert auf mich genommen habe. Über 500 km haben mich von der Wuhlheide und einer Stadt getrennt, die jetzt einen festen Platz in meinem Herzen bekommen hat. Eine Kombination, die wirklich weh tut? Konzertweh und Fernweh gleichzeitig.

Die Wuhlheide war von unserem Hotel im schönen Friedrichshain innerhalb von 15 Minuten zu erreichen und auch vom S-Bahnhof bis zum Gelände ist es nicht mehr weit. Das es genau in diesem Moment anfangen musste zu regnen, war beinahe vergessen als Casper auf der Bühne stand. Von meiner „Ich bleibe auf dem Rang“-Einstellung war nach einer halben Minute nichts mehr übrig. Im strömenden Regen diesem einen Menschen zu zuhören? Dieser Band zuhören? Ein unvergessliches und unvergleichbares Erlebnis.

Die Setlist, die wohl gemerkt nicht ganz so neu war wie erwartet, hat mir wie immer unfassbar gut gefallen. Natürlich wünsche ich mir immer noch aus tiefstem Herzen einmal Hin zur Sonne live zu hören, aber auch für Ganz schön okay bin ich immer wieder zu haben. Ich liebe dieses Lied. Besonders Halbe Mille hat es mir auch angetan und wie immer gab es auch Herzschmerz dieses Mal in Form von Michael X und Ariel. 2 Lieder, welche mich immer wieder zu Tränen rühren.

Verändert wurde allerdings das Intro, welches sich als Indiana Jones Soundtrack heraus stellte. Meiner Meinung nach dürfen sich das nur wenige Bands erlauben, aber Casper zählt dazu. Anstatt des obligatorischen „Wer kreischt lauter“ bekamen wir eine politische Message und das fand ich persönlich ziemlich wichtig. Es läuft eben viel falsch und wenn Menschen darauf aufmerksam machen können, dann eben Künstler. Zumindest hören viele Menschen zu, ob sich viel und schnell etwas ändert, ist eine andere Sache.

Ein besonderes Schmankerl neben der Tatsache, dass Thees Uhlmann persönlich für xoxo vorbei gekommen ist, war die kleine 2. Bühne auf der Casper ein paar wenige Songs rappte. Ich finde vor allem für Leute, die weiter hinten stehen oder auf den Rängen ist das eine super Geste, weil sie so auch für eine Weile nah dran sein können ohne, dass sie gleich ganz vorne stehen müssen.

Wenn ich an die Bühne denke, denke ich auch gleich an das viele Feuerwerk und Konfetti. Die Bühnenshow und das Drumherum kann sich wirklich sehen lassen, weil es einfach mehr als gut gepasst hat. Es war genau im richtigen Maß angewandt und hat doch für das gewisse Extra gesorgt.

Das Konzert hat meine Begeisterung für Casper gleich wieder aufs neue entfacht und die Karte für Dortmund ist so gut wie im Warenkorb.

Wenn ich etwas neben der Tatsache gelernt habe, dass ich immer wieder diese Strecke auf mich nehmen würde, dann etwas, dass mir beim letzten Bier im Park bewusst geworden ist:

Zuhause ist da, wo die Musik ist.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Merchmädchen live abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Live #11: Casper (13.06.2015, Wuhlheide Berlin)

  1. Pingback: Live #15: Casper (22.08.2015, Dortmund) |

  2. Pingback: Musikalischer Jahresrückblick |

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s