M&M Reading Office #4: Rezension „Als wir unsterblich waren“

Ich finde ja vor allem am Anfang des Jahres ist ein Monat extrem schnell um und damit haben wir auch schon unser erstes Buch für dieses Jahr beendet. Ich mit ein paar Tränen und Schnupfen, Nicole ist glaube ich noch dran. Dementsprechend steht jetzt auch schon die erste Rezension an.

Mit Als wir unsterblich waren haben Nicole und ich glaube ich einen Glücksgriff gemacht, welcher zumindest für mich wirklich super war. Ich wollte mal wieder was historisches, aber bitte nicht 2. Weltkrieg oder Mittelalter, eher in Richtung Als wir Freundinnen waren. Übrigens auch ein tolles Buch.

Was dabei rumgekommen ist, ist eine Geschichte, die gleich 2 Handlungsstränge vereint. Einmal den Mauerfall und dann grob die Zeit zwischen 1914 – 1933. Der Schwerpunkt lag hier aber definitiv auf letztgenannterem und ich komme zu einem erstem Punkt, der am Anfang nicht so schön war: Die 1989 Geschichte war immer nur die Rahmenhandlung und zu Beginn für mich im Gegensatz zum Rest des Buches seltsam herzlos geschrieben. Zum Glück hat sich dieser Eindruck doch noch verändert, da mit Fortschreiten von 1914 – 1933 auch immer mehr Bezüge zu 1989 herstellbar waren. Was das Buch auch noch besonders macht, ist meiner Meinung nach der Aspekt, dass die Protagonisten alle samt sozialdemokratische Vorstellungen/marxistische Vorstellungen haben, da solche nur sehr selten in der Unterhaltungsliteratur behandelt werden.

Zum Inhalt möchte ich gar nicht so viele Worte verlieren, da ihr ja auch noch Spaß am lesen haben sollt. Insgesamt geht es um 2 Liebesgeschichten zu den jeweiligen beiden Zeitpunkten, aber vor allem auch um eine Familiegeschichte. Hier hat mir auch wieder die Liebesgeschichte zwischen 1912 – 1933 einen Tick besser gefallen, weil ich Clemens und Paula so sehr ins Herz geschlossen habe, dass ich am Ende weinen musste. Ich bin zwar sowieso nah am Rande des Wassers, aber das war schon wirklich ein sehr heftiger Schluss, denn die Liebe muss wie die zwischen den 1989 Charakteren ziemlich harte Zeiten durchstehen. Was diese ganze Geschichte mit dem Familiennamen „Schramm“ zu tun hat, müsst ihr selber herausfinden.

Ich weiß nicht genau ob ich es ein Happy End nennen soll oder nicht, denn irgendwie ist es doch eins, aber halt kein richtiges. Also kein romantisch verklärtes.

Neben Paula und Clemens finde ich aber auch alle anderen Figuren sehr ausgearbeitet und gut beschrieben. Zum Beispiel der nach dem 1. Weltkrieg blinde Joachim, der aber trotzdem noch zum Fußball geht oder der hühnenhafte Kutte, der wild berlinert, aber ein herzensguter Mensch ist.  Besonders gut zur Geltung kommen, aber auch die Schattenseiten der Figuren und die Qualen, die jeder einzelne durchstehen muss. In diesem Zusammhang von schönen Beschreibungen zu sprechen finde ich nicht richtig. Dementsprechend will ich hier lieber Tiefe anführen. Tiefe auch in Hinsicht Handlungen und Beschreibungen, die sehr detailreich waren. So viele Details, dass ich zwischenzeitlich das Buch zur Seite legen musste. Besonders zur Geltung kommt auch der Naziterror, der wirklich 1933 schon stark ausgeprägt zu sein schien.

Sprachlich lässt sich festhalten, dass es sehr gut zu lesen war und auch nicht langatmig wurdde. Die Sprünge, die teilweise gemacht wurden, waren für mich gut nachzuvollziehen und es wirkte nicht abgehackt wenn man plötzlich 4 Jahre gesprungen ist. Anzumerken sind auch die Übergänge zwischen 1989 und 1912 – 1933, da immer der jeweils letzte Satz im neuen Kapitel wieder angeführt wurde. Sehr schön anzusehen und zu lesen.

Insgesamt kann ich nur wiederholen, dass mir das Buch unendlich gut gefallen hat und ich auch schon alle zuhause von ihm überzeugen möchte. 😉 Von mir gibt es also eine klare Leseempfehlung!

In Punkten gesprochen würde ich zu 5/5 tendieren, da die wenigen kleinen Kritikpunkte wirklich nicht das Buch schlecht machen und sich ja auch wieder revidieren.

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