Live #7: Jennifer Rostock (20.11.2014, Westfalenhalle Dortmund)

Konzertberichte über Konzerte schreiben bei denen man erst einma das genaue Datum nachgucken muss, kann nichts gutes verheißen, aber ich hoffe trotzdem, dass ich noch ein paar Kleinigkeiten zum Jennifer Rostock Konzert zusammen bekommen, das ich vor jetzt schon wieder beinahe 3 Wochen besucht habe.

Ein paar Sachen sind ja immer noch da und meistens sind das auch die negativen Aspekte an so einem Abend, die für lange Zeit im Kopf verankert bleiben. Relativ spät an der Halle angekommen, erwartete uns dieses Mal eine sehr lange Schlange, die noch nicht das Problem gewesen wäre. Wir waren halt wirklich erst kurz vor Einlass da. Was weniger toll ist, ist wenn man beinahe die ganze Schlange lang angestanden hat und ungefähr 5 Meter vor Einlass jemand sagt, dass man mit Online Tickets doch bitte in der rechten Schlange bleibt und mit Hardcover durchgehen kann.

Ende vom Lied: Nicole und ich standen noch ungefähr 15 Minuten länger als meine Schwester an, die uns dann aber schon einmal Plätze gesichert hat. Normalerweise dauert aber selbst das kontrollieren von Online Tickets nicht so lange. Tja, außer wenn jede einzelne Ticketnummer auf einer Liste durchgestrichen werden muss (!) anstatt sie einzuscannen. Das an nur einer Kasse von einer Person. Prost Mahlzeit. Normalerweise kann die Westfalenhalle sowas echt besser.

Natürlich muss ich jetzt leider noch ein bisschen weiter meckern, dass ein Publikum bei einer Vorband nicht direkt total abgeht ist okay. Auch wenn ich KMPFSPRT verdammt nochmal irre gut finde und unbedingt demnächst endlich die Platte kaufen sollte, aber ich seh sie ja nochmal dieses Jahr also hab ich noch eine Chance. Das es Menschen gibt, die aber beim Hauptact teilweise mit dem Rücken zur Bühne steht, Sms schreiben, seine Winterjacken an haben, nur ein Lied mitsingen und sich ansonsten nicht einmal bewegen, hat meinen Wissenshorizont erweiter. Auch wenn ich gerne drauf verzichtet hätte. Jeder wie er will, aber ich bin nun einmal ganz anders auf Konzerten und warum geht man denn zu Konzerten wenn man augenscheinlich keinen Bock hat?!

Vor allem verstehe ich nicht wie man bitte bei Jennifer Rostock still stehen bleiben kann. Die haben so eine Power hinter der ganzen Musik und vor allem Jennifer bringt so viel rüber. Ich kann es nicht nachvollziehen. Man muss doch mit dem ganzen Herzen dabei sein wenn vorne auf der Bühne eine Band steht, die nichts mehr freut als da zustehen und dieses Konzert spielen zu können. Aber nunja, sagen wir es so: Hauptsache ich hatte meinen Spaß. Ich würde alles wieder so machen nur das ich vielleicht das nächste Mal ein bisschen mittiger schön finden würde, weil leider war tanzen in meiner Ecke auch nicht so beliebt, aber ein durchkommen, war leider auch irgendwie nicht mehr möglich.

Musikalisch war übrigens die neue EP besonders schön. Live finde ich Kaleidoskop auf einmal total superer und überhaupt Kein Sommer war und ist immer noch auch ein irre toller Song. Ansonsten haben sie mich mit ein bisschen Akkustik beinahe zum weinen gebracht und sowieso mit Ein Schmerz und eine Kehle. Ich verstehe immer noch nicht warum es Leute gibt, die andere Leute nicht so leben lassen können wie sie sind. Homophobie ist der letzte Dreck.

Was aber auch immer zu einem Jennifer Rostock Konzert gehört ist ein Hauch Provokation und das fing mal wieder bei Jennifers Outfit an. Wer Bilder gesehen hat, weiß wovon ich spreche wenn ich vom Rollbraten Overall rede. Dazu noch der minimal aufreizende Tanzstil ab und an und dann fragt man sich doch wie viele von den Kids die mit Eltern da waren bis zu ihrem 18. Lebensjahr nie wieder auf ein Konzert dürfen, weil das in Augen von manchen Eltern vielleicht zu provozierend und aufreizend gewirkt hat.

Nach dem Konzert ist im Fall von Jennifer Rostock übrigens auf die Band zu warten. Wir schlugen uns also irgendwann zum Merchstand durch und ich erstand ein hübsches Poster. Ich hab ja noch nicht genug an meinen Wänden hängen. Warum genau ich die EP übrigens nicht gekauft habe, ist mir auch jetzt noch sehr schleierhaft. Mit dem Plakat in der Hand also wieder nach hinten und zack Security Typ der uns rausfegt, weil sie auch mal Feierabend machen wollen. Ich persönlich hab zwar schon ein Autogramm, aber es wäre doch a) für meine Schwester schön gewesen, b) hätte man noch einmal versuchen können vernünftig auf einem Foto auszusehen und c) ist Jennifer sehr nett und man muss jawohl mal überprüfen ob der Rest genaus ist wovon man ja ausgeht.

Jetzt habe ich aber noch einen weiteren Grund auf der nächsten Tour mindestens ein Konzert zu sehen, denn wenn ich Jennifer Rostock auch erst spät für mich entdeckt habe (gefühlte 3 Wochen vorm Hurricane wo ich sie zum ersten Mal gesehen habe), sind sie doch zu einer meiner liebsten Bands geworden, weil sie für jede Situation das richtige Lied geschrieben haben.

Liebe,

Annika

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