Live #6: Bela B & Smokestack Lightnin feat. Peta Devlin (24.11.2014, Zakk Düsseldorf)

Gestern war es also endlich soweit. Ich habe zum ersten Mal Bela B mit einem seiner Soloprojekte live gesehen. Ich sage übrigen „einem seiner“, weil ich finde, dass die Solowege Belas nicht alle über einen Kamm zu scheren sind. Dieses Mal also dabei Smokestack Lightnin und Peta Devlin und damit der Country Stil, welchen man auch schon auf dem aktuelle Album Bye bewundern darf.

Das Zakk in Düsseldorf kenne ich noch vom Thees Uhlmann Konzert vom Frühsommer diesen Jahres. Leider war gestern kein Sommer mehr und ich hab ein bissen gefroren, aber ich kann berichten, dass es mit dem Parken auf der Fichtenstr absolut keine Probleme gibt. Konzert ohne elende Fußwege? Gibt es also doch noch! Es war tatsächlich auch erstaunlich wenig los und als dann endlich Einlass war, sicherten wir uns erst einmal Plätze. Fachkundig angewiesen von Julie und Lady, die ja schon das eine oder andere Bela Konzert erlebt haben.

Ab 20:00 wurde es dann aber ein bisschen unruhig und mit einem Hauch Verspätung vernahmen wir die Stimme aus dem Off oder wahlweise aus dem beleuchteten Kaktus, der die komplette Bühnendekoration darstellte. Immer noch ist unklar: Gehört er Bela oder zum Zakk?

Als erstes hören wir heute Abend also die Smokestacks und ich war tatsächlich angenehm überrascht. Normalerweise hör ich ja privat eher keinenCountry (?), aber das war schon ziemlich cool und außerdem bin ich leider Kontrabässen verfallen. Glücklicherweise bin ich auch gleich der Band verfallen und als Bela auch noch die Bühne betrat, war es mal wieder um mich geschehen. Ich realisierte gerade eben noch, dass Bela einen schicken Anzug (dunkelgrau, kariert mit türkisem Hemd) trug bevor mein Kopf sich für die nächsten Stunden verabschieden sollte und mein Herz in einen Zustand von Dauer Verliebtheit abdriftete. In Kennerkreisen auch „Paff“ genannt. Es fing allein schon mit Belas Tanzstil an, welcher sich durch das ganze Konzert ziehen sollte. Nicht zuletzt verpaffte ich auch von Anfang an, weil Bela sich ungezählte Male im ersten Lied verspielte und jedes Mal sein Gesicht verzog. Das muss Liebe sein.

Bela B und der ganze Rest der Band, insbesondere Peta, haben mich tatsächlich sehr überrascht. Ich weiß gar nicht genau was ich erwartet habe, aber ich fand es einfach super wie die alten Songs auf die neue Art interpretiert wurden und nicht einfach als Albumversion heruntergespielt worden sind. Ganz vorne mit dabei: Onenightstand. Die Lieder in ihren Ursprungversionen zu spielen, hätte einfach die Stimmung kaputt gemacht und nicht zum Rest der Musik gepasst. In meinem Kopf. Neben zahlreichen Songs vom neuen Album, dass ich so live erst richtig kennen gelernt habe (Liebe hier bitte an Sentimental, Wenn das mal Liebe wird & Streichholzmann), gab es aber gleich zu Anfang ein kleines Schmankerle und zwar Manchmal Haben Frauen in einer Bela-Smokestack-Peta Version.  Ja, das ist Liebe.

Insgesamt kann ich gar nicht so viel schreiben wie ich Liebe in mir habe. Bela liebe ich ja sowieso abgöttisch, aber gestern Abend haben sich da noch ein paar Musiker in mein kleines Herz gespielt. Zeitweise mti 4 Gitarren gleichzeitig. Bei jedem anderen wäre das Größenwahn gewesen, aber gestern war das vollkommen in Ordnung. Mehr als in Ordnung vielleicht sogar.

Eine der Zugaben beinhaltete jetzt auch einen rauchenden, trinkenden, französisch singenden Bela, der mein Herz schrecklich erweicht hat und auch wenn mein Französisch sagen wir einmal eingerostet ist, klang das einfach wunderschön. Danach gab es dann noch ein schönes Duett von Peta und Bela.

Natürlich kamen Späße und Anekdoten nicht zu kurz und wir bewegten uns von FDP-Fußball zu Tablets auf Konzerten und einer gesungenen „Packt die Smartphones weg und hört auf Videos zu machen“-Ansage zu Socken mit Bandmotiv. Wunderschön war auch das Grinsen mit Zähnen zu dem wir von Bela aufgefordert wurden. Belas Grinsen mit Zähnen bringt einen leider dazu mitzugrinsen.

Einzig und allein ein paar tanzwütige Damen und Herren haben mich zutiefst verstört. Ich tanze ja auch gerne, aber immer angepasst und Pogo und Rumspringen ist leider das Letzte was mir bei diesem Konzert eingefallen ist. Ich habe lieber eine abgeschwächte Version des Thees Uhlmann vollführt und wippte mit dem Bein. Nunja, aber es ist ja jedem selbst überlassen.

Liebe,

Annika

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