Live #4: Kraftklub (13.10.2014, Gebäude 9 Köln)

Das war was. Kraftklub in Köln. 32 Grad und 75%, vom Ventilator verfälschte, Luftfeuchtigkeit. Auch liebevoll Konzertsauna genannt. Viel Schweiß, viel Tanzen und viel mehr Liebe für die Musik und die Band. Vor allem für den Felix.

Wie immer fing alles damit an, dass ich mich in mein kleines Auto gesetzt habe und tatsächlich problemlos bis Köln gekommen bin. Für Montagabend Berufsverkehr war es richtig leer und toll und ach gut zu fahren. Naja bis die Abfahrt auf der A3 gesperrt war und ich gefühlt ewig planlos von meinem Navi durch Köln gescheucht wurde. Dafür habe ich den Parkscheinautomaten von meiner Schwester austricksen lassen und direkt vorm Gebäude 9 geparkt. Unterwegs noch gedacht, die Stoßstange zu verlieren, weil man ausversehen den Bordstein ordentlich mitgenommen hat, aber alles noch dran.

Obwohl schon kurz vor 18 Uhr war, war noch gar nicht viel los an der wirklich kleinen Location und wir verbrachten unsere Zeit wie immer mit ein bisschen ausschweifendem fangirlen und einem Funky Ohrwurm dank der netten Menschen hinter uns. Alles in allem war es auch gut, dass noch nicht so viel los war, da wir uns gleich Plätze in der dritten Reihe mittig vor Felix sichern konnten und diese auch beinahe konstant bis zum Ende inne hatten. Mit Schwankungen nach rechts und links. Übrigens super anzusehen wie wir alle beinahe gerade Reihen geformt haben.

Bevor Kraftklub auf die Bühne kamen, gab es natürlich noch eine Supportgruppe (Ich hoffe ihr wisst wie schön Felix Support sagen kann!) Ehrlich gesagt haben mich Zugezogen Maskulin jetzt nicht  direkt vom Hocker gerissen. Rap ist ja sowieso in den meisten Fällen schwierig für mich und das waren die Zwei leider auch. Nunja, ein paar Sympathien haben sie vielleicht doch für das Ramones Cover (Blitzkrieg Bop) bekommen, welches ich mitsingen konnte. Auswendig. Der große Teil um mich herum konnte das nicht. Vielleicht bin ich alt oder hab nen ausgefalleneren Musikgeschmack, aber zumindest das Hey Ho Let’s go sitzt mittlerweile bei allen.

Zu Kraftklub fallen mir gerade so viele Worte ein, aber vor allem heiß, laut und geil (pardon) überwiegen gerade so ziemlich. Niedlich kommt aber auch vor. Vor allem dann wenn Felix 2 sehr junge Fans gleich am Anfang über den Wellenbrecher heben lässt, damit sie sich das Konzert vom Bühnenrand aus ansehen können.

Im Übrigen macht Felix manchmal Ansagen, die in Länge und Qualität tatsächlich an einen anderen geliebten Musiker mit Namen Urlaub (bei Felix auch Orlaub) heran kommen. Ich liebe Ansagen und ich liebe Felix.

Mein erstes richtiges Kraftklubkonzert, nach dem Hurricane, begann gleich damit, dass ich lernen musste wie bewegunsfreudig das Publikum ist. Wie viel getanz wird. Ich zappel ja manchmal gerne rum, aber bei dem Konzert hatte selbst die Genießerin Nicole nichts anderes zu tun als sich zu bewegen und zu springen. Es blieb einem vielleicht auch einfach nichts anderes übrig. Übrigens ist es nicht so schön wenn man bereits im dritten Lied seinen Schuh beinahe verliert, aber egal! Ebenso egal wie die Ellebogen, Knie und was ich sonst noch so abbekommen habe. Mein Knie dankt mir den gestrigen Abend übrigens mit Schmerzen (der Rest meines Körpers auch und über Augenringe will ich nicht sprechen).  Mein T-shirt klebte mir nur so auf der Haut und ich war bis auf die Unterwäsche durchgeschwitzt. Das nächste Mal vielleicht weniger anziehen oder doch ausziehen wenn der Felix es von einem verlangt? Übrigens prangere ich an, dass er sich erst zu Scheißindiedisko ausgezogen hat. Zum letzten Lied. Viel zu spät.

Vorher gab es aber auch schon tolle Sachen. Zum Beispiel sind wir seit Deine Gang alle eine große Gang und überhaupt war die Setlist einfach super. Neben Klassikern wie Songs für Liam, Karl-Marx-Stadt, Ich will nicht nach Berlin und Randale durften die Lieder vom neuen Album natürlich auch nicht fehlen. Bewusst erinnern kann ich mich an Blau, Irgendeine Nummer, Meine Stadt ist zu laut, Wie du und natürlich auch Unsere Fans. Nicht in der Reihenfolge und bestimmt auch nicht vollständig, aber der ganze Abend war irgendwie wie ein Rausch. Bewusst wahr genommen habe ich die anderen Jungs um Felix auch alle immer nur ganz kurz bevor der große Blonde mich wieder komplett gefesselt hat.

Felix ist aber auch immer übermäßig präsent. Er tanzt, hüpft, macht Quatsch, lässet Karl gucken ob er blutet (hat er wohl glücklicherweise nicht!) und turnt liebend gerne auf Wellenbrechern rum. So nah dran war ich noch nie und es war gut so. Erstmal strecken und recken zum Ellebogen anpoken bevor bei Songs für Liam auch noch gestage dived und gecrowd surft wurde. Ähm, hallo, ich habe Felix angefasst. Ja, das macht mich wuschig und wuhu und einfach fangirlig. Ich konnte den Jungen ja auch schlecht fallen lassen.

Nach der Aktion musste ich aber auch dringend an den Rand des Geschehens, denn so ein Kraftklubkonzert ist eins wirklich: irre anstrengend. Wie oben erwähnt habe ich beinahe 2 Stunden (?) durchgetanzt und geschwitzt. Zwischendurch auch kaum Luft mehr bekommen, aber es war eine einfach gute Erfahrung, die ich ehrlich gesagt immer wieder so machen wollen würde. Meine Schwester hat mich und Nicole zwischenzeitlich vor dem verdursten gerettet, weil sie, wie sie immer mal wieder erwähnt, eine von Felix Flaschen gefangen hat und sie bis zu uns bekommen hat.

Vom Rand aus war die Stimmung aber nicht weniger gut und auch die Zugabe war ein voller Erfolg für mich und alle. Außer denjenigen, der schon eher gegangen ist und wortreich von Felix verabschiedet worden ist. Selbst wenn ich nicht mehr so nah dran war wie vorher. Beim letzten Lied ist die Menge dann auch noch einmal richtig abgegangen, hat die letzten Reserven mobilisiert und ich bin von diesem Anblick immer noch ein bisschen überwältigt. Eigentlich bin ich von dem ganzen Abend komplett überwältigt und freue mich schon irre auf den 25.10 und den 30.10. Vor allem weil am 25.10 noch mehr Lieblingsmusiker dabei sind und ich tolle Leute kennen lernen werde (hoffe ich? Bananen-Fanclub?)

An dieser Stelle bleibt mir nur noch zu sagen: Kraftklub immer wieder gerne live. Musikalisch einfach irre. Ein bisschen abgeschrömmelt (Wie Tills Bass!), aber so sind sie halt. Live noch besser als auf Platte und für mich der Inbegriff einer Liveband.

Liebe,

Annika

Ps. ICH FÜHL MICH FUNKY!

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Merchmädchen hört, Merchmädchen live abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Live #4: Kraftklub (13.10.2014, Gebäude 9 Köln)

  1. Lady schreibt:

    Ohai, du hast dieselbe gesperrte Abfahrt auf der A3 gefunden wie ich. Wenn dein Navi die Situation genauso NICHT kompetent löste wie meins, dann beglückwünsche ich dich herzlich, dass du überhaupt angekommen bist!

    Gefällt mir

    • merchmaedchen schreibt:

      Was ich so von deinem Navi gelesen habe, zeigt mir, dass meins ein bisschen kompetenter ist. Es lotste mich nicht zurück, aber dafür quer durch die Stadt und vorher fast in einen Stau. Es ist aber nur zu mir so tolerant. Meinen Papa wollte es ne ganze Fahrt lang zurück zum Startort lotsen. Warum auch immer.

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s