Live #3: Casper (03.10.2014, FZW Dortmund)

In meinem Post über das etwas andere Konzertkarten kaufen, habe ich ja schon verraten, dass ich mal wieder einem Casper Konzert einen Besuch abstatten werde. Allein weil es dieses Jahr kein Willkommen Zuhause oder Zurück Zuhause oder wie auch immer in Bielefeld geben wird, dass ich trotzdem knapp 300 Kilometet anreisen werde, habe ich aber nun doch nicht geahnt.

Es hätte echt ein toller Konzerttag werden können: Freitag, Feiertag, frühe Anreise, Mittig vor Casper und weit vorne.

Das von all den Plänen nicht einer aufgehen wird, musste ich gegen 16 Uhr feststellen als ich auf einmal eine Nachricht bekommen habe: „Ich habe meine Karte vergessen.“ Nicole kommt aus Bonn. Tada.
In meinem Kopf schon die Tatsache, dass ich wohl alleine fahren würde, weil Nicole es niemals mit der Bahn zurück nach Bonn und dann noch nach Dortmund geschafft hätte. Tja, aber was wäre ich denn für eine Konzertbegleitung wenn ich nicht das Unmögliche möglich gemacht hätte (und nicht nen super coolen Papa hätte).

Um kurz nach 17 Uhr also das Auto geschnappt und erst einmal Richtung Bonn gefahren. Normalerweise wären wir um die Uhrzeit nach Dortmund gefahren zum Warteschlangenplatz sichern. Wir haben uns also innerlich auch schon von der Vorband verabschiedet.
Mit der Kartze dann zurück durchs komplette bergische Land inklusive Wuppertal, Hattingen, nem kleinen Abstecher durch Witten und gegen kurz nach 20 Uhr waren wir dann tatsächlich in Dortmund. Waren auch nur knapp 220 km mehr als geplant. Unterwegs ein paar Schlagzeilen über unseren Verbleib entwickelt
(„Annika K. und Nicole J. verunglücken bei Anfahrt zu Casper Konzert. Benjamin G. distanziert sich von seinen Fans.“) und 4 Jennifer Rostock CDs gehört.

Am FZW angekommen sind wir wie immer bei dieser Halle am Backstage vorbei geschlendert und haben direkt mal Teile der Casperbande entdeckt. Vielleicht mal wieder ein bisschen hysterisch gekichert, Obstschaalen in Nightlinern begutachtet und haben beschlossen, dass ich nen Preis als beste Freundin bekomme und wir die Fans des Jahres sein müssen.

In der Halle angekommen begann jetzt aber auch erst einmal das Rätsel raten ob wir KMPFSPRT verpasst haben oder nicht. Wenig später enterten die Jungs die Bühne und haben mein Herz erobert. Ich habe endlich mal was von den Texten verstanden. Die Stimmung war jetzt schon mehr als nur gut und ich zufrieden. Demnächst muss ich mir dringend die neue Platte anschaffen und überhaupt habe ich mal wieder mein Herz verloren. Passiert mir ja nur ganz selten und sonst ja auch niemals bei Vorbands. Nein. Quatsch.
Übrigens würde man bei Casper ja was anderes erwarten als Punkrock, aber genau das bekommt man ständig und das ist ziemlich gut, weil ich das mag. Casper anscheinend auch. Ich freue mich sehr KMPFSPRT in Zukunft noch öfter zu sehen, dass könnt ihr mir glauben.

Das unserem mittig vorne Plan nichts wurde, war ja zu erahnen, aber in der letzten Reihe vorm Soundmenschen war es auch sehr gut. Da gehör ich hin: Zwischen die Eltern der ersten Reihen. Ich hab ja auch noch relativ viel gesehen und ich würde sagen genug. Rote Schuhen sollten nämlich Bela B vorbehalten sein.
Übrigens hab ich wohl den größten Circle Pit Wall of Liebe whatever entdeckt, den ich jemals auf Casper Konzerten gesehen habe. Ich mein das bei Casper einiges abgeht weiß ich, aber das war einfach sehr heftig, aber auch sehr schön anzusehen. Das diese Band einfach immer gefeiert wird.
Wie immer gab es aber auch meinen persönlichen Atemstillstand und Gänsehaut bei 35 Grad Moment, der mir von „Ariel“ immer wieder bescherrt wird. Ein Grund warum ich immer wieder zu Casper gehe: Er bekommt mich einfach immer wieder.

Vor allem wenn er einfach zwischendurch ein bisschen quasselt und Mist macht. Damals in Bielefeld auf meinem ersten Konzert hat er seine Jacke nicht mehr ausbekommen, beim zweiten war seine Hose offen und letzte Woche steht er geschlagenge 2 Minuten mit den Fingern im Mund da und nuschelt etwas von „Ich hab ein Haar im Mund .. Moment.“ Manchmal will man einfach nur auf die Bühne gehen und ihm helfen. ❤

Schön war auch die Stefan Raab Imitation, welche damit begonnen hat, dass Casper einem Stef/phan im Publikum ein Wässerchen zuwerfen wollte. Weiter ging es dann mit:
„Wie heißt du?“
„Stef/phan“
„ph oder f?“
„..“
„Wenn du es aussuchen könntest: ph oder f?“
„..“
„Wenn du dein Kind so nennen wollen würdest: ph oder f?“
„..“
„Kennt ihr das wenn bei Stefan Raab Applaus ist und er den beendet?“

Übrigens habe ich bis jetzt nicht geklärt was jetzt besser ist ph oder f.

Auf jedenfall gibt Casper vielleicht auch einen guten Stefan Raab ab. Bei einer Handbewegung war plötzlich alles still. Hat aber auch ein bisschen was von Diktator oder? Macht er etwa einem gewissen blondem Musiker Konkurrenz?!
Schön war natürlich auch der Kontakt zu jungen Fans, welche  „Frei Bier“ forderten – „Du darfst noch gar kein Bier. Über Cola können wir reden.“ Ich habe mich vielleicht einen Moment lang nicht mehr einbekommen und liebe ihn einfach viel zu sehr.

Musikalisch wieder alles menschlich. Ein paar Worte vergessen. Ein paar kleine Verspieler. Zu wenig altes Zeug für meinen Geschmack. Trotzdem alles vollkommen toll. Setlisten super Mischung obwohl sie sich leider wiederholt.
Highlight des Abends dieses Mal: „Halbe Mille“ für das schöne „Yeah .. Aha“ und überhaupt liebe ich jedes verdammte Lied viel zu sehr.

In meinem Kopf ist mal wieder so viel Liebe und so viel zu erzählen, dass ich gerade nicht weiter weiß. Ich verweise aber liebend gerne auf den Bericht vom Zeltfestival.

Mein vorerst letztes Casper Konzert war also wie immer wunderschön und ich freue mich jetzt erst einmal auf Kraftklub. Ganz viel Kraftklub.

Liebe für den Casper.
Liebe für synchron hüpfende Musiker.
Liebe für die Tanzeinlagen des Trompeten boy.
Lieber überhaupt für die Musik.
Liebe für KMPFSPRT.

Xoxo
Annika

Ps. Die ganze Fahrerei hab ich mir mit nem Eimer Ben & Jerry’s bezahlen lassen. Fairer Deal oder?

Pps. Jaja, sehr aus meiner Fangirlsicht, aber Liebe und da kann ich auf Sinn verzichten.

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